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Spiegelglattes Geläuf in der Gänsbrüh

Über 1.000 Voranmelder waren am Wettkampfmorgen auf der Homepage des RLT Rodgau zum 50-km-Lauf im Naherholungsgebiet Gänsbrüh in Rodgau-Dudenhofen gelistet. Winterliches Schnee- und Glatteiswetter hat sicher einige daran gehindert, die Reise nach Rodgau anzutreten, so dass nur ca. 60 – 70 % der Vorangemeldeten letztlich auch am Start waren.  Immer noch ein imposantes Starterfeld, rund ein Viertel davon Frauen.

 

 

Schnee und Eis in Rodgau Platz 2 in der Mannschaftswertung

 

 

Da der Start für 10.00 Uhr angesetzt war, sind wir um 6.00 Uhr auf die rund 240 km lange Reise von Erkrath nach Rodgau gegangen. Eine Strecke, die man normalerweise in 2 – 2 1/2 Stunden locker bewältigt. Aber bei den Witterungsbedingungen war vorsichtiges Fahren angesagt, die Verkehrsmeldungen strotzten nur so von „ungesicherten Unfallstellen“ bei schlechten Sichtverhältnissen. Die Fahrt war anstrengend, aber nicht ganz so schlimm, wie es zuerst den Anschein hatte, so dass wir mit reichlich Zeitpolster in Rodgau ankamen.

 

Schon die ersten Schritte auf dem Parkplatz an der Opelstrasse zeigten an, dass es mit dem Laufen heute schwer werden würde. Gefrorener Schneebelag, teils arg zerkarstet, teils spiegelglatt – alle Planungen für eine Laufzeit konnte man getrost über Bord werfen. Connys Kommentar war pragmatisch: „Egal, jetzt sind wir einmal hier, da lauf ich die Strecke eben ohne Zeitvorgabe.“

 

Dagmar Liszewitz und Wolfgang Olbrich waren kurz vor uns mit dem neuen DUV-Geschäftsführer Udo Kamp und Wolfgangs Töchterchen Faby in Rodgau „gelandet“ und hatten schon mal erkundet, wo es die Startunterlagen zu holen gab. Da DUV-Präsident Stefan Hinze krank von einer Reise zurückgekommen war, hatte Wolfgang die Aufgabe die Siegerehrung des DUV-50-km-Cups 2009 vorzunehmen. Entsprechend war er, der heute nur 30 km auf dem Plan hatte (Marathonvorbereitung,) mit den Vorbereitungen für die Ehrung der Sieger und Platzierten beschäftigt.

 

Von der Halle zum Start waren noch einige hundert Meter Fußweg zurückzulegen, die uns zeigten, was auf Conny heute so zukommen würde. Wie auf dem Parkplatz, wechselten sich spiegelglatte Stellen mit knochenhart gefrorenem, von Autospuren und Fußabdrücken zerkarstetem Schnee ab. Diese 50 km würden alles abfordern, was der gemeine Ultraläufer so zu bieten hätte. Da halfen auch die Bemühungen der fleißigen Helfer des RLT Rodgau nichts. 

 

Ursprünglich hatte Conny geplant, nach 6 Jahren Pause mit einem Ergebnis von unter 5 Stunden nach Rodgau zurückzukehren. Die erste Runde zeigte aber schon, dass es zu gefährlich sein würde, das mit aller Gewalt erreichen zu wollen. Schließlich dient der Lauf der Vorbereitung auf den 7-Tage-Lauf in Athen Ende März und eine Verletzung wegen zu großem Ehrgeiz wäre ziemlich kontraproduktiv gewesen. So bemühte sie sich zwar, nicht allzu lange bei kaltem Wind und am Ende auch noch dicken Schneeflocken, auf der Strecke bleiben zu müssen, ein wirkliches Zeitziel hatte sie aber frühzeitig abgehakt. Umso erfreuter war sie, dass am Ende eine Zeit von 5:15:10 Stunden und ein dritter Platz in der Altersklasse herauskam. Außerdem konnte sie mit ihrem Ergebnis zum 2. Mannschaftsplatz bei den Damen für ihren neuen Verein, die LG-DUV, beitragen. Ein dritter Rang des LG-DUV-Männerteams rundete einen, trotz widriger Bedingungen, gelungen Lauftag ab. 

 

Wie immer war ich ein wenig an der Strecke unterwegs und habe ein paar Fotos mehr mitgebracht.

 

30.01.2010 Siegfried Bullig

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 31. Januar 2010 um 21:52 Uhr