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Gold und Bronze in FröttstättDUV-DM im Cross- und Landschaftslauf 2010"Sag´ mal, wie wäre es denn, wenn wir nächste Woche nach Fröttstätt fahren, zum Thüringen-Ultra? Wie weit ist das eigentlich?"
"Häh??? Zum Thüringen -Ultra? Seit wann stehst du denn auf Landschaftsläufe und Höhenmeter?"
"Na ja, du hast doch selbst gesagt, so irgendetwas zwischen 6-Stunden-Lauf und 100 Kilometer wäre als Vorbereitung für Kladno gerade recht. Da gibt es 75 km für die DUV-DM, das würde doch genau passen. Also, wie weit ist das bis dahin?"
"Öh - warte ich schau mal..." "Das sind so 360 km, Ferienanfang, 4 - 5 Stunden schätzungsweise, aber für die DUV-DM kannst du bestimmt nicht mehr nachmelden"
"Das kann man ja feststellen, wenn nicht, dann eben nicht!"
So in etwa unser Gespräch Anfang der Woche. Natürlich hat Conny nachgefragt und siehe da, man konnte tatsächlich noch nachmelden. Gunter Rothe, der Kopf des Thüringen-Ultras, hatte schnell und erschöpfend geantwortet und Conny hatte schnell und kurzentschlossen unser Kommen angekündigt.
So waren wir denn am Freitag unterwegs Richtung Thüringer Wald zu einer wirklich schönen Veranstaltung. Die Fahrt verlief unerwartet störungsfrei, da spielte uns wohl die Übertragung des WM-Knallers Brasilien-Niederlande in die Karten. Völlig entspannt "landeten" wir nach etwas mehr als drei Stunden in Fröttstätt, dem Start- und Zielort der Veranstaltung.
Schon beim ersten Anblick der Wiese rund um das Dorfgemeinschaftshaus bekamen wir einen Eindruck, warum man von dieser Veranstaltung nur Gutes zu hören bekam. Die Lagerathmosphäre nahm uns sofort gefangen - man fühlt sich von der ersten Minute an wohl hier. Im Mittelpunkt das Dorfgemeinschaftshaus mit vielen freundlichen Helfern und erwartungsfrohen Startern der verschiedenen Läufe. Bei dieser Veranstaltung werden die mittlerweile schon kultverdächtigen 100 km, diverse Staffelkombinationen und extra für die Meisterschaft der DUV im Cross- und Landschaftslauf, 75 km angeboten. Die Nudelparty war bereits in vollem Gange, parallel dazu lief die Nachmeldung und die Ausgabe der Startunterlagen. Für Fußballfans war in einem extra Zelt mit ausreichend Sitzgelegenheiten eine Leinwand für´s "Public Viewing" aufgestellt - also, es war an alles gedacht. Natürlich fehlte es nicht an kalten Getränken und der obligatorischen Grillstation mit lecker Thüringer Rostbratwürsten. Wäre da nicht der frühe Start, hier hätte man es ein Weilchen aushalten können
Nach einer viel zu warmen Nacht in unserem "neuen" Wohnbus, klingelte um 4:15 Uhr der Wecker. Die Starter des 100-km-Laufs waren schon unterwegs, die hatten wir glatt verpennt. Um 5:10 Uhr war der Bustransfer zum Startort des 75-KM-Laufs angesetzt, so hieß es, schnell wach werden, Häppchen essen , Chip abholen (den gab es erst kurz vor dem Transfer) und los geht´s. Um 6 Uhr war Start bei ca. Kilometer 25 der 100-km-Strecke - man lief also eine verkürzte Original-Strecke gemeinsam mit den 100-km-Läufern.
Conny fühlte sich gut und sagte mir, sie würde meinen, dass sie diese Strecke in knapp 8 1/2 Stunden würde laufen wollen. Na ja, schaun wir mal. Warm sollte es werden und die reichlich Höhenmeter waren auch nicht zu verachten. Außerdem diente dieser Lauf der Vorbereitung auf den 48-Stunden-Lauf von Kladno und es war ja erst 2 Wochen her, dass sie in Rockenhausen knapp 200 km in 24-Stunden gelaufen war. Es war also keinesfalls angesagt, hier ordentlich Körner zu verschießen. Die Meisterschaftswertung war nicht in Connys Blickfeld - sie ist halt nicht unbedingt die Cross- und Landschaftsläuferin und rechnete nicht mit irgendwelchen Platzierungen.
Umso erstaunlicher, dass sie nach einem Drittel der Strecke knapp hinter der dritten und vierten Läuferin (Heidi Wolfram und Andrea Fiering) um die Ecke kam. "Was hast du denn vor", fragte ich ziemlich erstaunt. Worauf Conny antwortete: "Nix, es läuft halt und macht Spass". Na, wenn das so ist
Auch bei den folgenden Verpflegungspunkten sah Conny locker und entspannt aus. Bei KM 50 war sie schon an vierter Stelle im Klassement der Frauen und rund 10 Kilometer vor dem Ziel lief sie auf den Bronzerang und gab ihn nicht mehr her.
Auch, wenn die bekannt stärksten Cross- und Landschaftsläuferinnen Deutschlands aus verschiedenen Gründen bei dieser Meisterschaft nicht am Start waren, freute Conny sich riesig über die Bronzemedaille im Gesamtklassement der Frauen, was außerdem erneut eine Seniorenmeisterschaft in der W50 bedeutete. Mit 8:38:50 Stunden hat sie ihr Ziel fast auf den Punkt genau erreicht. Kladno darf kommen
Fazit: die kurzentschlossene Reise nach Fröttstätt hat sich aus allen Blickwinkeln wirklich gelohnt. Gunter Rothe hat mit seinen Mitstreitern eine rundum schöne Veranstaltung anzubieten. Schöne Strecke, nette Helfer überall, Verpflegung prima und liebevoll präsentiert, unaufdringlich perfekt wirkende Organisation, Herz , was willst du mehr!
Anders, als beim 24-Stunden-Lauf konnte ich natürlich nicht, wie gewohnt, die ganze Strecke abgehen, trotzdem gibt es Fotos satt, geschossen an den Verpflegungspunkten, an denen ich auf Conny gewartet habe.
Siegfried Bullig, 04.07.2010 |
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Juli 2010 um 14:14 Uhr |






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